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GLÜCKSSPIEL ERPRESSUNG IN THAILAND

Glücksspiel Erpressung in Thailand Blog Artikel

Im Fernen Osten liefert sich die Polizei aktuell ein Katz- und Mausspiel mit der Justiz. Grund dafür sind harte Korruptionsvorwürfe gegen eine Vielzahl von Geld hungrigen Beamten.

Skandal Welle

An Ruhe und Frieden, ist in einem der begehrtesten deutschen Urlaubsziele aktuell kaum zu denken. Thailand lockt jedes Jahr hunderttausende Touristen an bilderbuchhafte Strände und ihre eindrucksvollen Landschaften. Aber auch landesinterne Skandale machen immer wieder von sich Reden und beschäftigen die hiesigen Justizbehörden mit den verrücktesten und härtesten Verbrechen. Ein besonders hoher Fokus liegt aktuell bei einer Gruppe von Polizeibeamten, die für Erpressungsversuche gegenüber einem illegalen Online Glücksspiel-Ring angeklagt sind und sich derzeit in Untersuchungshaft befinden. Insgesamt beläuft sich die erbeutete Summe umgerechnet auf ca. 3,7 Millionen Euro. Auch zivile Mittäter soll es geben.

Ich gestehe

Die insgesamt 12 Beamten mit teils hohem Dienstgrad sind alle gleichermaßen in die Vorfälle verwickelt und wurden nach Feststellung zur Fahndung ausgeschrieben und verfolgt. Ihnen wird vorgeworfen, innerhalb einer Razzia gegen illegales Online Glücksspiel in der Provinz Chon Buri (ca. 1,5 Mio. Einwohner) mehrere Millionen Euro erpresst zu haben, anstatt das Beweismaterial ordnungsgemäß zu sichern und die Verdächtigen zu überführen.



Aufgrund tatkräftiger Bemühungen der Behörden und der erdrückenden Beweislage, gestand der Großteil der Beamten bereits die Tat. Bislang gab es nur bei dem ranghöchsten Offizier und dessen zivilen Komplizen keinen weiteren Erfolg. Generalmajor Kampol Leelaprapaporn bestreitet die Vorwürfe, während sich ein anderer Teil der Gruppe bereits in andere Städte abgesetzt oder sogar das Land verlassen hat.

Auf der Flucht

Da die Umstände und Details der Tat noch nicht vollständig geklärt sind, werden die Untersuchungen noch andauern. Letztlich sind noch insgesamt drei Mittäter flüchtig und auch die erbeutete Summe ist bislang nicht wieder aufgetaucht. Unter der Führung des stellvertretenden nationalen Polizeichefs und dessen speziell eingerichtete Task Force, sollen nun sämtliche Beweise sichergestellt werden. Ebenso steht zur Frage, inwieweit die Landespolizei in die Vorfälle verwickelt ist. Die Behörden scheinen dem Tatverdacht jedenfalls erhöhte Priorität zugeordnet zu haben. 

Mit besten Grüßen aus dem Spielo TV Camp!