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KREDITKARTENVERBOT FÜR ONLINE-GLÜCKSSPIEL

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Aufgrund eines überhöhten Anstieges von finanziellen Rückständen beim Online-Glücksspiel, will der Gesetzgeber einen Riegel vor dem Gebrauch von Kreditkarten schieben. Als Mittel zum Verbraucherschutz sind die Betreiber daher angehalten, ihre Systeme zeitnah umzustellen.

Freie Auswahl

Nahezu jeder, der sich für Online-Glücksspiele interessiert, hat eine ganz eigene Vorstellung davon, mit welchem Zahlungsmittel er seine Rechnungen beim gewählten Anbieter ausgleichen möchte. In einer breiten Masse von Angeboten finden sich daher auch jede Menge bekannte und vor allem gängige und einfache Methoden wieder. Ganz gleich, ob das Geld in Online Automatenspiele, Sportwetten oder ähnlichen Formaten investiert wird. Je schneller und unkomplizierter, desto besser. Die Kreditkarte, die hierzulande ein gewisses Maß an Zahlungssicherheit gegenüber der Bank voraussetzt, ist dabei auch ein allseits beliebter Weg. Damit könnte aber bald Schluss sein. Zumindest in Australien.

Neuer Fahrplan

Der australische Senat hat ein neues Gesetz verabschiedet, das Kreditkarten als Zahlungsmittel für Online-Glücksspiele untersagt. Die Gesetzesvorlage, bekannt als Interactive Gambling Amendment Bill 2023, wurde im September vergangenen Jahres eingeführt und soll Verbraucher vor den potenziellen Gefahren des Glücksspiels schützen.

Die Ministerin Michelle Rowland betonte dabei ausdrücklich, dass es wichtig sei, dass Menschen nicht mit Geld spielen sollten, das sie nicht besitzen. Zu hoch sei das Risiko, sich in die private Schuldenfalle zu stürzen. Neben dem Kreditkartenverbot sieht das neue Gesetz ebenso vor, dass die Australien Communications and Media Authority (ACMA) erweiterte Befugnisse erhält. Diese ermöglichen es der Behörde, strengere Strafen für Verstöße gegen die neuen Gesetze des Online-Glücksspiels durchzusetzen.

Das ist nicht genug

Das Gesetz tritt in sechs Monaten in Kraft, um Betreibern, aber auch Verbrauchern genügend Zeit für die Umstellung zu geben. Der Branchenverband Responsible Wagering Australia (RWA), dem unter anderem bedeutende Wettanbieter wie bet365 und sportsbet angehören, begrüßt das Kreditkartenverbot als einen Schutzmechanismus für die Spieler, betont jedoch, dass dies erst der Anfang sei und weitere Maßnahmen notwendig sind, um alle Formen des Glücksspiels angemessen und langfristig regulieren zu können. In starker Kritik befindet sich laut RWA-CEO Kai Cantwell, dass Lotterien und Keno bislang vom Kreditkartenverbot ausgenommen wurden. Cantwell fordert eine ganzheitliche Herangehensweise an den Spielerschutz, um potenzielle Risiken dauerhaft und effektiv zu minimieren. Da es speziell für diese beiden Formate äußerst viele Spieler in den verschiedensten Altersgruppen gibt, bleibt abzuwarten, inwieweit die neuen Regelungen fortlaufend angepasst werden. Da ein generelles Verbot von Kreditkarten beim Online-Glücksspiel einen großen Schritt darstellt, wird sich ebenso zeigen, ob auch weitere Länder nachziehen werden.