lll▷ VERBOT VON GLÜCKSSPIELWERBUNG - Politik diskutiert!
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NIE WIEDER GLÜCKSSPIEL-WERBUNG? - POLITIK DISKUTIERT

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Ein generelles Verbot für jegliche Form von Werbung für Glücksspiel ist im Anmarsch. Suchtbeauftragte und Politiker sehen sich in der Pflicht, die Gesellschaft und gefährdete Menschen zu schützen.

Es muss was passieren

Aktuell geht es heiß her, wenn es um das Thema Glücksspiel und dessen Werbeträger geht. Seit vielen Jahren schon ist die Branche aus diversen Sportsponsorings, der TV Werbung und Anzeigen im Internet nicht mehr wegzudenken. Milliardenbeträge werden nicht nur umgesetzt, sondern auch eingesetzt, um die besten und effektivsten Wege für die hauseigene Werbung sinnvoll und profitabel zu platzieren. Auch viele bekannte Gesichter sind fester Bestandteil der Kampagnen geworden und reihen sich Jahr für Jahr neu für die besten Deals im Geschäft ein. Ist damit bald Schluss? Wenn es nach dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung geht, ja. Denn er sieht eine echte Gefahr in dieser Art von Werbung und geht darüber hinaus sogar noch einen Schritt weiter.


Aus und vorbei?


Burkhard Blienert (57), fordert eine generelle Einschränkung für Glücksspiel-Werbung jeglicher Art und hat sich erst kürzlich offiziell dazu ausgesprochen. Anlass zu dieser Aussage war die bevorstehende Planung der Fußball EM 2024 in Deutschland. Viele der mittlerweile regulierten Anbieter nutzen die Werbebanden am Spielfeldrand für ihre Angebote. Dies natürlich auch, weil es zum Teil umfassende Sponsor-Verträge mit den jeweiligen Vereinen gibt. Wird einem Verbot zugestimmt, ist auch Sportwetten Werbung mit einbezogen, die ohnehin bereits Vor- und Nach einer Liveübertragung im TV untersagt ist. Da der Glücksspielstaatsvertrag jedoch exakt diese Regelung klar und deutlich definiert hat, ist laut dem CDU- Abgeordneten Tobias Krull vorerst kein weiterer Handlungsbedarf.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Wer in Deutschland eine gültige Lizenz gemäß des neuen Glücksspielstaatsvertrags erhalten will, muss sich an diverse gesetzliche Vereinbarungen zum Jugendschutz und der Suchtprävention halten. Virtuelle Automatenspiele und der volle Umfang aller dazugehörigen Anbieter einschließlich der Sportangebote dürfen daher nur noch in der Zeit ab 21:00 - 06:00 Uhr ihre Anzeigen im TV platzieren. Ein Sponsoring auf den Trikots eines Fußballvereins oder die Bandenwerbung für Sportangebote ist zwar erlaubt, jedoch dürfen sie keine Inhalte zur direkten Aufforderung enthalten. Da ein generelles Verbot das Interesse an den illegalen Angeboten öffnen würde und diese nicht oder nur teilweise den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, raten Experten davon ab. Es bleibt spannend!

Mit sportlichen Grüßen aus dem Spielo TV Camp!