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SCHWEIZ - ILLEGALES GLÜCKSSPIEL NETZWERK GESPRENGT

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Die Polizei in Zürich hat nach jahrelangen Ermittlungen einen Mafia-Clan gesprengt. Die Beteiligten waren über die Staatsgrenzen hinaus aktiv und erwirtschafteten Millionenbeträge durch illegale Wetten und Glücksspiel im Internet.

Illegal und wohlhabend

Die Schweiz. Ein Land, das weltweit nicht nur für seine malerischen Landschaften und hohe Lebensqualität bekannt ist. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 8,6 Millionen Menschen besitzt die Schweiz eine vergleichsweise niedrige Bevölkerungsdichte und vermittelt das Gefühl von Weite, Freiheit und atemberaubenden Landschaften wie kaum ein anderer demokratischer Bundesstaat. Diese "heile Welt", welche zudem sehr für ihre politische Stabilität, ausgezeichnete Gesundheitsversorgung, aber auch hoch entwickelte Wirtschaft und den wohlhabenden Lebensstandard geschätzt wird, hatte viele Jahre mit einer grauen Wolke zu kämpfen die seit kurzer Zeit wieder die Sonne durchlässt. Der Kantonspolizei ist es nach insgesamt vier Jahren Ermittlungszeit gelungen, einen Mafia-Clan zu überführen. Auch der Kopf der Bande ist gefasst worden. Allen Beteiligten wird Geldwäsche, illegales Glücksspiel sowie diverse Drohungen vorgeworfen. Auch von einer Verbindung zu einflussreichen Staatsoberhäuptern sowie von dem Geschäft und der Beteiligung an offiziellen Fussball Sponsoren Verträgen ist die Rede.

Die Spirale

Nachdem der SRF Investigativ im Oktober 2022 die illegalen Aktivitäten des türkisch-schweizerischen Clans in einer brisanten Enthüllung thematisiert hatte, befanden sich die Ermittler und Spezialisten für den Online-Glücksspiel Sektor bis vor kurzem noch in höchster Alarmbereitschaft. Denn trotz wiederholter Sperren für diverse Plattformen, war es den Tätern dennoch möglich, platzierte Wetten und bereits hohe gezahlte Summen für sich zu verbuchen.

Der Kopf des Mafia-Clans, Emir Yaman, soll laut Angaben Millionenbeträge pro Monat gemacht haben. Gelder, die hauptsächlich über die Türkei transferiert und zusätzlich nie in der Schweiz versteuert worden sind. Das Bezahlsystem, welches genutzt wurde, um illegales Glücksspiel ohne jeglichen Nachweis für Geldtransaktionen zu ermöglichen, war bereits lange vorher im Visier der Ermittler gewesen und fungierte erstaunlicherweise sogar als Sponsor für den Fußballverein FC Zürich. Insgesamt 2 Jahre flossen mehrere Millionen in Werbung auf Trikots, Bannern und auf Social Media. Recherchen zufolge habe es sich dabei nie um ein funktionierendes und legales Geschäftsmodell gehandelt.

Politischer Einfluss?

Wer über viel Geld verfügt, besitzt oftmals auch den Zugang zu weitreichendem Einfluss. Denn auch hier macht die Spirale um die kriminellen Einnahmen und dem Netzwerk des Mafia-Clans rund um Emir Yaman keinen Halt. Da die Insel Zypern mittlerweile als Glücksspiel Paradies gilt und außerdem zur Hälfte von türkischen Einwohnern besiedelt wird, nutzte Yaman sogar Kontakte zum Nord Zyprischen Präsidenten Ersin Tatar. Offenbar hatte er vor, sich dort ein zweites Standbein aufzubauen, während die Ermittlungen in Zürich bereits voll im Gange waren. Da sein System die letzten Jahre regelrecht außer Kontrolle geriet, und die Staatsanwaltschaft enormen Druck auf ihn ausübte, gelang es schließlich Yaman und seine Komplizen, bestehend aus IT-Spezialisten und Geldeintreibern zu stellen. Angaben der eidgenössischen Spielbank Kommission zufolge ist ein Teil der Gewinne sogar für den Handel mit Menschen und Drogen genutzt worden. Die Männer im Alter von 30 - 45 befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Mit sicheren Grüßen aus dem Spielo TV Camp!