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SPENDENSKANDAL - POKERSPIELER TÄUSCHT KREBS VOR

SPENDENSKANDAL - POKERSPIELER TÄUSCHT KREBS VOR BLOG ARTIKEL

Mit Hilfe einer falschen Gesundheitsdiagnose hat sich ein Pokerspieler aus den USA Zugang zu gespendeten Geldern verschafft. Ein Vorfall, der sowohl in der Poker-Community als auch landesweit für Entsetzen sorgt.

Abscheulich

Es gibt viele Wege sich Geldsummen einzuverleiben, die einem nicht zustehen. In besonderen Fällen von Spielsucht z.B. stolpert man dabei immer wieder über verrückte und sehr groteske Geschichten, wenn Menschen keinen Ausweg mehr aus ihrer finanziellen oder privaten Situation finden. In Kalifornien, USA, hat ein ähnlicher Versuch vor kurzem für große Schlagzeilen gesorgt. Der Pokerspieler Rob Mercer nutzte dabei eine auffallend abscheuliche Taktik, sich Geld für das Main Event der World Series of Poker zu beschaffen und gab an, unter Darmkrebs im Endstadium zu leiden. Eine betrügerische Spendenaktion via Gofundme ermöglichte ihm damit nicht nur den Eintritt ins Turnier, sondern brachte ihm zusätzlich eine Summe von über 35.000€ ein. Auch bekannte Pokerspieler wurden von seinem Schwindel getäuscht und unterstützen seine Geschichte sogar über die sozialen Netzwerke.

Vertrauensbruch

Das World Series of Poker (WSOP) Main Event ist das prestigeträchtigste Pokerturnier der Welt. Spieler, die in verschiedenen Qualifikationsrunden antreten, um sich für die Teilnahme zu qualifizieren, haben mit dem Einsatz einer meist sehr hohen Startgebühr die Möglichkeit, mehrere Millionen Dollar zu verdienen. Nahezu jeder Spieler aus unterschiedlichen Erfahrungsstufen träumt davon, dieses Turnier zu gewinnen. So auch Rob Mercer.

Nachdem bekannt wurde, dass er seine Krebserkrankung nur erfunden habe, um sich finanzielle Unterstützung für die Teilnahme in Las Vegas zu holen, stand allerdings nicht nur diese Community auf dem Kopf. Auch bekannte Größen im Poker wie Nick Vertucci oder SnoopDoug deren Unterstützung auf den sozialen Netzwerken bereits für viel Aufsehen gesorgt hatte waren geschockt über den Vorfall und griffen gleichzeitig diverse Fragen zum Thema Verantwortung bei Online-Spendenaktionen auf. Hinzu kommt das Mercer sich nicht nur sehr halbherzig entschuldigt haben soll sondern auch weigert die erlangten Spenden wieder zurück zu zahlen. Diese dreiste Lüge zeigt, wie leicht Menschen Opfer von Betrügereien werden können, selbst wenn sie beabsichtigen, in gutem Glauben gehandelt zu haben.

Mit uns nicht

Mercer drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen Betrugs. Zwar habe er noch versucht, eine ähnliche und ebenfalls bislang unbestätigte Geschichte als Verteidigung zu nutzen, jedoch ist der Vertrauensbruch derart fortgeschritten, dass es vermutlich wenig Spielraum für Verständnis in seiner Situation geben wird. Diese schockierende Episode stellt einige moralische Fragen in den Raum, wie weit Menschen bereit sind zu gehen, um sich aus ihrer Situation zu befreien oder persönliche Wünsche erfüllen zu können. Der Fall Rob Mercer ruft in jedem Fall dazu auf, die Integrität von Spendenaktionen zu überprüfen und zeigt, wie wichtig es ist, ein gewisses Maß an Misstrauen gegenüber unüberprüften Geschichten zu hegen. Selbst dann, wenn sie auf den ersten Blick glaubwürdig erscheinen.

Mit gesunden Grüßen aus dem Spielo TV Camp!