
Dieses Jahr sind Spieler nicht allzu gut auf die Spielkonsolenhersteller zu sprechen. Besonders Sony mit seiner PlayStation sorgt unaufhörlich für Schlagzeilen und verärgert laufend die eigenen Kunden. Mit den jüngsten Entwicklungen könnte sich Sony aber selbst schaden und das Ende der Konsole einläuten. Was hinter den neuesten Prognosen von Branchenexperten steckt, kannst du jetzt herausfinden.

Es könnte bald das Ende für die Playstation und die Xbox kommen (Foto: Shutterstock/ Skrypnykov Dmytro)
In letzter Zeit haben immer mehr Kunden ihrem Unmut gegenüber Sony freien Lauf gelassen. Dabei stand für gewöhnlich die PlayStation im Mittelpunkt bzw. die Zukunft der Spiele. Die Ankündigung, dass es in Zukunft keine Disc mehr geben soll, sorgte für viele Diskussionen, denn damit würde sich der Spielekonzern eine Monopolstellung aufbauen. Aktuell können die Spiele für die PlayStation noch im Einzelhandel gekauft werden. Nicht nur, dass die Zwischenhändler in Zukunft wegfallen sollen, auch der Gebrauchtmarkt für Spiele hat sich damit erledigt.
Die Vorstellung von Sony sieht so aus, dass du eine Lizenz für das Spiel zum vollen Preis kaufst. Sony kann dir diese Lizenz jederzeit entziehen oder die Server einstellen, wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt, aber Spieler haben keine Möglichkeit mehr, das Spiel weiterzugeben oder wieder zu verkaufen. Spiele auf der Disc sind jederzeit spielbar und zumindest in der Basisversion nicht abhängig von den Servern des Herausgebers.
Für die PlayStation sollen in Zukunft nur digitale Spiele verfügbar sein. Das könnte aber nun bedeuten, dass Cloud-Gaming an Bedeutung gewinnt, und das würde heißen, dass weder die PlayStation noch die Xbox gebraucht werden. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich das Spielverhalten verändern wird. Wenn es keine Disc mehr gibt, dann brauchen Spieler auch keine Konsole mehr.
Das eigentliche Ziel von Sony ist es, Zwischenhändler zu umgehen und den Markt mit den Spielen zu kontrollieren, um den Gewinn zu maximieren. Doch Prognosen sehen das Cloud-Gaming, also das Streaming-basierte Spielen, auf dem Vormarsch. Es ist keine Konsole hierfür notwendig und Spiele können auf jedem internetfähigen Gerät genutzt werden.
Konsolenhersteller wollen zukünftig Abo-Modelle einführen, damit man im digitalen Shop Spiele auswählen kann, statt sie einzeln zu kaufen. Ein ähnliches Modell steckt auch hinter Cloud-Gaming, das sich bisher nicht flächendeckend durchsetzen konnte. Viele Spieler haben bislang an den Konsolen und vor allem an den Discs festgehalten. Immer mehr greifen mittlerweile auf digitale Inhalte zurück und sobald es nur noch digitale Spiele gibt, wird keine Konsole mit Laufwerk mehr benötigt.
Die Frage ist jedoch, ob dann überhaupt noch eine Konsole notwendig ist. Bricht der Markt damit ein oder wird sich das Spielverhalten so ändern, dass der Markt komplett wegbricht? Eine genaue Entwicklung lässt sich nicht vorhersehen, auch die Branchenexperten können nur Vermutungen anstellen.

Das Cloud-Gaming könnte bald die Konsolen ablösen (Foto: Shutterstock/ DC Studio)
Die Konsolen bestimmen derzeit den Spielemarkt, doch in ein paar Jahren könnten sie nur noch ein Nischenprodukt sein. Das hängt auch mit der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz zusammen. In diesem Zusammenhang ist nämlich die Verfügbarkeit der Rechenzentren relevant.
Sofern diese ausgebaut wird, sollte auch das Spielen über Clouds günstiger werden, was ein Pluspunkt für Cloud-Gaming wäre. Es bleibt dennoch spannend, ob sich viele Spieler in den nächsten Jahren von den Konsolen abwenden werden oder aus Gewohnheit daran festhalten. Die Veränderung der Branche wird ohnehin nicht über Nacht passieren. Dennoch bleibt es interessant, die Entwicklung zu beobachten.
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